Bioenergiedorf Bettingen - Nahwärmeversorgung

Erstellung einer Machbarkeitsstudie


Planung u. Realisierung:       

2010/2011
Auftraggeber: Ortsgemeinde Bettingen, Verbandsgemeinde Bitburg-Land





Das Projekt „Bioenergiedorf Bettingen“ soll eine nachhaltige Energieversorgung mit nachwachsenden Rohstoffen für öffentliche und private Gebäude zunächst im Dorfzentrum Bettingens herbeiführen. Die dauerhafte Bereitstellung preiswerter Wärmeenergie, regionale Wertschöpfung und Klimaschutz durch weitestgehende CO² - neutrale Wärmeerzeugung stehen im Vordergrund der Betrachtungen.

Angedacht ist bei dem Projekt „Bioenergiedorf Bettingen“ der Betrieb eines mit Biogas von einer ca. 3 km entfernt liegenden Biogasanlage gespeisten Satelliten-Blockheizkraftwerks (BHKW, Leistung von 200-300 kW thermisch und ca. 100 kW elektrisch) in Verbindung mit einer Hackschnitzel bzw. Pelletsanlage für die Deckung der Reserve-/Spitzenlast.

Die zur Zeit in der Umsetzung befindlichen öffentlichen Projekte wie Kindergartenerweiterung- und Sanierung, energetische Bürgerhaussanierung und -Erweiterung und die damit verbundene Umfeldgestaltung sowie der geplante Neubau einer Altenwohnanlage und der Ausbau von Teilen der Maximinstraße (Kreisstraße) bietet die günstige Gelegenheit, ein Nahwärmenetz in dem genannten Umfeld relativ kostengünstig zu realisieren.

In einem weiteren Schritt ist in den kommenden Jahren bei erforderlichen innerörtlichen Straßenausbaumaßnahmen (Mühlenweg, Bartzengasse, Gluckstrasse, Teile der oberen Maximinstraße) eine Fortführung des Nahwärmenetzes angedacht.

Private und gewerbliche Nutzer im Dorfzentrum Bettingens sowie Träger öffentlicher Gebäude wie Grundschule, Kindergarten und Bürgerhaus, geplante Feuerwehr und sonstige öffentliche Gebäude mit einem Wärmebedarf von rund 1,5-2,0 Mill. kWh sind an einer Umsetzung eines Nahwärmenetzes interessiert.

Das Ingenieurbüro L.E.E. aus Luxemburg und das Planungsbüro AF Plan - Fink und Partner aus Bettingen untersuchen aktuell in einer LEADER-geförderten Machbarkeitsstudie die Umsetzbarkeit des Projekts, dessen Realisierung gegebenenfalls 2012 beginnen soll.

Dazu werden zurzeit projektrelevante Daten zur Auslegung der Energiezentrale und des Nahwärmenetzes wie Wärmebedarfsdaten der Abnehmer, Vorplanung des Verlaufs der Nahwärme- und Gasleitungen ermittelt.

Darauf aufbauend wird eine Anlagenkonzeption mit Abschätzung der Investitionskosten, Wärmekonzept, Fördermöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit des Projekts mit einer Rentabilitätsbetrachtung über 20 Jahre, Zeitplan sowie die Entwicklung der Projektträger- und Betreiberstruktur entwickelt und mit Akteuren und Nutzern kommuniziert sowie in einer Abschlussdokumentation aufbereitet und präsentiert.